Sonntag, 8. Juni 2008

Hilfe bei alltäglichen Lasten

Lara-Schreibtisch

Freitag, 6. Juni 2008

Märchen VIII

Donnerstag, null Uhr
Multiorganversagen
davor eine halbe Stunde schwerer Atem
Blässe

der Anruf
kommt immer zu früh

Sonntag, 27. April 2008

Im Hundeklub

Wie kann es denn sein, dass die dümmsten Tölen brav sitzen bleiben und bei Fuß gehen, während unsere Vivi (dies ist NICHT ihr echter Name, aber sie hat einen Puschel, ein bisschen wie Vivien Westwood) wie ein Gummiball auf- und ab springt, grundsätzlich nur zwei Sekunden sitzen bleibt, immer an der falschen Stelle sitzt und an der Leine in die lustigsten Richtungen strebt? Und ich, die arme Halterin, bekomme zu hören, ich solle mich nicht immer zum Hund runterbeugen, meinen Rücken schonen, er könne mich auch von oben hören und überhaupt sei die neue Übung noch zu schwer, wir sollen erstmal einen Schritt zurückgehen und sitzen üben. Mit leerer Hand.
Schweißgebadet und mit hochrotem Kopf komme ich nach einer Dreiviertelstunde vom Platz. Wenigstens ist auch Vivien ein klein wenig erschöpft (vielleicht ist es aber auch nur die ungewohnt hohe Außentemperatur). Die Besucher, die aus einem belgischen Hundeklub angereist sind, gackern auf ihren Campingstühlen.

Danach zum Wocheneinkauf. Kröt holt ein, Vivi und ich gehen in den Park. Es ist heiß, wir setzen uns ins Gras unter einen Baum. Ein Chihuahua kommt, es muss gespielt werden, das Kröt ruft an, wir laufen zurück, fahren noch in den Hundesupermarkt, Häppchen aussuchen. Danach Auto wegbringen, Kröt hat die Garagenkarte vergessen, Viv und ich gehen schon mal in die Videothek, Filme aussuchen, danach Richtung Italiener, wo wir mit den Freundinnen vom Amt verabredet sind.

Beim Italiener fällt erstmal der neue Faltnapf für Wasser um, Vivi springt gefühlte 150 Mal auf die Sitzbank, jaumert und beruhigt sich erst nach der milden Gabe eines von Kröt im Drogeriemarkt erstandenen Öko-Pansenriegels. Ich bin am Ende. Um mich zu trösten, bestelle ich die spektakulären Spaghetti im Parmesanleib mit schwarzen Trüffeln. Das Wälzen der Nudeln im riesigen Käseleib ist toll. Die Trüffeln schmecken eigentlich nach nichts, gehörten aber halt dazu.
Schließlich zu Fuß nach Hause, noch ein bisschen Schaufenstergucken auf dem Weg, ein Film und Tee auf dem Sofa, letzte Pinkelrunde im Park, Koma. Selbst Vivien hat heute bis kurz vor zwölf geschlafen.

Dienstag, 15. April 2008

Pelzengel

PICT1091

Mittwoch, 30. Januar 2008

Happy day

Komisch, wie sich das Leben von einem Tag auf den anderen ändern kann. Plötzlich ist man jeden Tag bei Wind und Wetter vier Stunden draußen unterwegs. Zieht sich dreimal am Tag um. Drinnen liegen überall Bälle, Kongs und Plüschtiere. Es riecht.

Dienstag, 1. Januar 2008

Planet Terror - Der Film mit dem schießenden Bein

Als erstes eine Warnung: das mit dem schießenden Bein kommt erst ziemlich spät, im letzten Drittel oder sogar Viertel des Films. Wenn man also hechelnd davor sitzt und sich ständig fragt: Wann kommt das schießende Bein? Wann kriegt sie endlich das Bein?, läuft man Gefahr, den Großteil des Werkes nicht richtig würdigen zu können.
Planet Terror ist ein Trashfilm, der so tut, als sei er ein klassischer Trashfilm. Das kann man u. a. daran erkennen, dass er mit einer erfundenen Vorschau auf einen noch sagenhafteren Trashfilm mit dem Titel "Machete" (sprich: Mäschätti) anfängt, dass immer wieder Streifen durchs Bild laufen, die eine abgenudelte Filmkopie vorspielen sollen, einmal sogar eine Filmschmelze an entscheidender Stelle, nach der der Film - natürlich an einer anderen Stelle - weiterläuft, an den Namen (die Heldin heißt Cherry Darling, der Held El Wray), an den vielen fontänenartig spritzenden Blutpäckchen und abgerissenen und -bissenen Körperteilen, an den Masken und an der Handlung...
Es ist eine Art Zombiefilm, allerdings handelt es sich nicht um echte Zombies im Sinne von Untoten, sondern um Infizierte, die sich verwandeln, ohne gestorben zu sein. Auch das Ende ist zu wenig düster für einen klassischen Zombiefilm.
Es gibt ein paar eklige Stellen, insgesamt ist aber der Gruselfaktor leicht zu ertragen. Am ehesten haften bleibt Quentin Tarantino in der Rolle eines sadistischen, perversen Soldaten, der - wie jeder in diesem Film - schließlich seine gerechte Strafe erhält.

Was soll ich sagen? Ich habe mich durchaus gut unterhalten gefühlt, das große Staunen blieb aber aus. Vielleicht hätte man eben im Trailer nicht schon das Wichtigste verschießen sollen...

Nachtrag: Ein sehr verspielter, schön anzuschauender (!) Zombiefilm mit viel Liebe zum Detail (und mit Carrie Ann "Trinity" Moss) ist "Fido", in dem die Zombies, durch elektronische Halsbänder gezähmt, als Hausangestellte und Babysitter benutzt werden.

planet-terror

Montag, 10. Dezember 2007

Perfektes Trachtendinner

Was würde ich kochen, wenn ich beim "Perfekten Dinner" mitmachen sollte?
Allgemein herrscht ja die Tendenz vor, etwas aus seiner alten Heimat zu zaubern (gestern z. B. aus Ghana, aus Bayern, aus Kokshausen...). Daran kann man sich schön orientieren und auch die Tischdekoration und Verkleidung (s. unten, typische "Fellken"-Tracht aus dem 17. Jahrhundert) darauf abstimmen.

Also würde ich beginnen mit Buchweizenpfannkuchen mit Rübenkraut und Feldsalat. (Natürlich nur ein ganz kleiner, schließlich gibts noch was danach.)
Als Hauptgericht gäbe es Pfefferpotthast mit Salzkartoffeln und als Beilage, abweichend von der Tradition, die Gurkensalat und Rote Bete vorsieht, was ich beides nicht mag, vielleicht Schnippelböhnchen oder Karotten.
Zum Nachtisch Stippmilch mit Johannisbeeren und Pumpernickel (OHNE Vanillezucker und OHNE Sahne, das ist beides nicht original).
Altbierbowle und Weizenkorn.

Tischdekoration in indigo-weiß mit Blumen der Jahreszeit (gerade vielleicht Christrosen). Ein Raum in einer ausgebauten Tenne oder einem Backsteinhaus. Draußen Regen. Es riecht ein bisschen nach nassem Hund.



Nachtrag: Die Alternative zum Heimatdinner ist das FREAKIGE Dinner. Percy Hoven ist wie ein Spießer angezogen (bis auf die Armbändchen), aber sein Haus und sein Dinner waren Freakenkultur pur. Ich kannte den vorher gar nicht, bin ganz positiv überrascht.

Samstag, 10. November 2007

Ruhe

Samstag. Endlich ausschlafen. Um zehn zieht einer seinen Hackenporsche durch den Hof. Rrrongrrongradarrrongrrong. Zong. Und lässt danach das Hoftor aufstehen, damit der Autolärm schön eindringen kann. Ich halte eisern die Augen geschlossen, obwohl meine Gedanken schon wieder bei Unerledigtem sind. Vielleicht krieg ich ja doch noch eine Mütze Schlaf. Um halb elf schiebt jemand ein Radio in die Wand direkt hinter meinem Kopfkissen. Hört sich an wie "Monstertrucks". Hysterische Boxringansagerstimmen und rammsteinartige musikalische Untermalung. Heyhey nowlookatthisaintthatgreaticantbelieveit, wowwoooooooww!!! Wroaaaar, wroaaar. Thisisphantastic wroaaaaar schakadada, schakadaddada. Iiiiieeet. Wroaar hesgotthehellinhiscarwow wroaaar wroaar wroaaaar!
Auf dem Land hätte einer um halb neun den Laubsauger angeworfen, sagt die Kröte.

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Ja, das ist wahr.
Ja, das ist wahr.
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