Montag, 12. Februar 2007

Skandinavische Filme

Wer mal so richtig schön seine Depression pflegen möchte, ist mit einem Film aus Skandinavien prima bedient. Die Leute sterben wie die Fliegen, ob Krimi oder nicht, und die nicht Gestorbenen heulen oder sind so deprimiert, dass sie kaum sprechen können.
Das klingt wie ein Klischee, über das sich schon Abs Fabs lustig gemacht haben, ist aber wahr. Die skandinavischen Ermittler (falls es sich um einen Krimi handelt) sitzen in einem entkernten, mit Designermöbeln (aber nicht zu vielen) ausgestatteten Bürgerhaus aus dem 18. Jahrhundert oder (falls es sich nicht um einen Krimi handelt) in einer einsamen Hütte vor grandioser Naturkulisse bzw. einer malerischen abgeschabten Buchhandlung/ Galerie/ Konzerthaus, verfügen immer und überall über die neuesten elektronischen Spielereien, mit denen es ihnen stets mühelos gelingt, sich in jedes System einzuhacken, irgendjemandes Frau oder Mann stirbt immer gerade an Krebs, wird aber schon vorher vom Ehegatten betrogen, die warmherzigste Person kommt grundsätzlich im Laufe des Films ums Leben, man heult, man ist am Ende, es gibt eine feierliche Beerdigung, das Leben geht weiter.
Reicht mir ein Tüchlein!

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