im grunde

Dienstag, 22. September 2015

Stöckchen aus ausgewählten Fragen

... hier und da zusammengeklaut oder selbst ausgedacht.

1. Welche Musik soll auf deinem Begräbnis gespielt werden?
Da ich dann tot sein werde, ist das nicht meine Entscheidung. Wer immer mich begräbt, kann das bestimmen.

2. Was ist das Wesen der Liebe?
"Das Wesen" der Liebe- ich weiß nicht, ob es das geben kann, jede/r hat andere Vorstellungen und Erfahrungen. Für mich ist Liebe zunächst ein intensives Gefühl, später eine Entscheidung.

3. Wen würdest du gern bekochen und womit?
Jemanden aus dem 18. Jahrhundert zu Besuch zu haben, fände ich interessant, eine Schriftstellerin oder einen Schriftsteller (außer Schiller), Goethe, Brentano, Rahel Varnhagen, Bettina von Arnim....
Ich würde wohl ein Curry kochen, weil sie das nicht kennen und weil ich es kann und mag.

4. Wenn du für den Rest deines Lebens nur noch ein alkoholisches Getränk zu dir nehmen dürftest, welches würde das sein?
Wein - es gibt so viele verschiedene...

5. Welche außeralltägliche Fähigkeit hättest du gern?
Ich würde gern mit Tieren kommunizieren können (also, genauer und konkreter als jetzt und mit allen Arten). Und ich würde gern fliegen können.

6. Weiß nicht mehr genau, irgendwas mit work-life-balance?
Ich finde den Begriff blöd, ich arbeite, und ich arbeite gern in meinem Beruf, aber er ist auch anstrengend (psychisch anstrengend vor allem) und engt ein durch Termine usw. Andererseits bereichert er mich auch und gibt mir viel, was ich sonst wahrscheinlich nicht hätte, z. B. menschlichen Austausch, Anerkennung etc.
Also, ich würde gern etwas weniger arbeiten, etwas freier arbeiten, aber ob ich die Arbeit komplett aufgeben würde, wenn ich es (finanziell gesehen) könnte, weiß ich nicht... Wäre ich plötzlich reich, würde ich vielleicht eine Firma gründen oder mehrere.

Demnächst mehr, muss jetzt auf die Hunderunde...

Samstag, 18. Februar 2012

Egoistische Wünsche

So langsam kommt in mir wieder der Wunsch auf, Hausfrau zu werden.
Man macht ja so einiges, um den Lebensunterhalt zu verdienen, durchaus auch etwas nicht völlig Sinnloses, aber wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich meine Zeit lieber anders verbringen. Mit meinen Liebsten, mit Musik, Inspiration, Muße, mit mir selbst.
Mich nicht aufreiben für Leute, an denen mir gar nichts liegt.

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Love conquers all

kussusarmy

Freitag, 25. November 2011

Anathem

"Der Mystiker ordnet ein Symbol einer einzigen Bedeutung zu, die einen Moment lang der Wahrheit entsprach. Der Dichter dagegen erkennt diese Wahrheit, solange sie wahr ist, begreift jedoch, dass Symbole ständig im Fluss und ihre Bedeutungen demzufolge flüchtig sind."

"'Egal, ich will damit sagen, dass Leute wie[...] eine fast schon als Sucht zu bezeichnende Schwäche haben für die mystische im Gegensatz zur poetischen Methode, ihren Verstand zu gebrauchen. Und ich habe eine optimistische Seite, die sagt, dass ein solcher Mensch diese Sucht überwinden und so umgeschult werden kann, dass er wie ein Dichter denkt und die fließende Beschaffenheit von Symbolen und Bedeutung akzeptiert.' - 'Okay, aber was sagt dir deine pessimistische Seite?' - 'Dass die Methode des Dichters ein Merkmal des Gehirns, ein spezielles Organ oder eine spezielle Fähigkeit ist, die man entweder hat oder nicht hat. Und dass diejenigen, die sie haben, dazu verurteilt sind, für alle Zeit im Krieg mit denen zu liegen, die sie nicht haben.'"

"Wir verfahren hier nach der Faustregel, dass Deolatisten willkommen sind, solange sie sich nicht sicher sind, dass sie recht haben. [...] Sobald man sicher ist, dass man recht hat, hat es keinen Sinn, hier zu sein."

Neal Stephenson, Anathem

Sonntag, 13. November 2011

Mutter

Jetzt ist es so, dass in mir kein Gefühl mehr übrig ist.
Die Jahre meines Buhlens um Liebe und Respekt sind lange vorbei. Sie gibt sich durchaus Mühe, freundlich zu sein, schreibt Karten, hält sich mit Vorwürfen zurück. Wir sollen sie besuchen kommen. Wie geht es den Rackern. Sind wir alle gesund.
Sie ist es nicht. Und ich habe Mitleid mit ihr, auf eine unpersönliche Art, weil sie eine allein lebende alte Frau ist. Aber ich möchte sie nicht besuchen, noch nicht einmal anrufen. Sie ist mir nicht sympathisch.

Montag, 31. Oktober 2011

Allerheiligen

"Allerheiligen ist ein christliches Fest, zu dem aller Heiligen gedacht wird – auch solcher, die nicht heiliggesprochen wurden – sowie der vielen Heiligen, um deren Heiligkeit niemand weiß als Gott."

Das ist doch mal eine interessante Überlegung: Wer mag wohl ein Heiliger sein und niemand weiß es? Vielleicht kenne ich ja eine/n. Und woran würde ich ihn erkennen? An seinen Taten? Worten? Oder ist das so gedacht, dass er unerkannt bleibt, dass eben niemand um seine Heiligkeit wissen soll?
Wenn ich aber etwas Heiliges am Gefühl des Numinosen erkennen kann (ich halte viel von Rudolf Otto), müsste es mir doch unter Umständen auffallen... Ich hätte ein Gefühl des Schauerns und der Faszination (unter anderem), es wäre mir unheimlich.

Freitag, 25. Februar 2011

Ansage

"Ich habe eine sehr klare Einstellung zum Tod: Ich bin strikt dagegen.
Ich filme dagegen an, solange ich kann."
Woody Allen

Samstag, 13. März 2010

Nachtrag Hentig

"Fried forderte den damaligen Schulleiter Gerold Becker (73) auf, sich bei den Opfern zu entschuldigen. Sie kritisierte Erzieher von damals, die ihr Verhalten jetzt teilweise in "schmierigen Pamphleten" verteidigten und die Ursache für den Missbrauch gar bei den Schülern suchten. Bisher haben dem Internat 33 ehemalige Schüler Übergriffe aus den Jahren 1966 bis 1991 gemeldet.

Beckers Lebensgefährte, der renommierte Reform-Pädagoge Hartmut von Hentig (84), hatte der "Süddeutschen Zeitung" vom Freitag gesagt, er könne sich nicht vorstellen, dass Becker je den Willen eines Kindes gebrochen habe. Wenn überhaupt, könnte allenfalls mal ein Schüler seinen Lehrer Becker verführt haben." (sic!)

(Kölner Stadtanzeiger vom 13.03.2010)

Wes Geistes Kind er ist, zeigt sich hier einmal mehr.

Samstag, 6. März 2010

Hartmut von Hentigs pädagogischer Eros

Vielleicht ist jemandem der sog. "Reformpädagoge" Hartmut von Hentig ein Begriff. Er leitete jahrelang eine "Laborschule", schrieb Bücher, in denen er den Begriff des "pädagogischen Eros" propagierte, um ein Idealverhältnis zwischen Lehrern und Schülern zu kennzeichnen.
Ebendieser Pädagoge war jahrelanger Lebensgefährte von Gerold Becker, einem anderem Reformpädagogen und Schulleiter, dessen abgründiges System des Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung von Schülern an der Odenwaldschule (keine kirchliche Schule) jetzt bekannt wurde. Schüler wurden dort u. a. als sexuelle Dienstleister fürs Wochenende eingeteilt und Gästen zum Missbrauch überlassen. In diesem Zusammenhang erscheint das von jeher widerlich anmutende Konzept des "pädagogischen Eros" von Hentig als das, was es wirklich ist: philosophischer Überbau und wohl auch Rationalisierung des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen durch allgewaltige Machthaber, die Lehrer, Erzieher, Vergewaltiger in einem waren und keinerlei Ausweg ließen.

Donnerstag, 7. Juni 2007

Transsubstantation

Heute ist das katholische Fest, das das Sakrament der Eucharistie feiert. Das bedeutet, dass Christus in den Hostien und im Messwein leiblich anwesend ist. Das Brot und der Wein werden in der Messe in seinen Leib und sein Blut verwandelt. "Nehmet und esset alle davon." Protestanten glauben das ausdrücklich nicht. Auf dem Weltjugendtag in Köln 2005 hat der Papst das Sakrament der Eucharistie in seinen Reden zum Hauptthema gemacht und in den Mittelpunkt der Feiern gestellt. Damit wurde die Veranstaltung zu einer ausschließlich katholischen, bei der das Mysterium der Transsubstantation deutlich über dem Gemeinschaftsgefühl stand. Kein halber Fisch für die Katholiken!

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Zuletzt aktualisiert: 9. Okt, 14:08

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