So langsam kommt in mir wieder der Wunsch auf, Hausfrau zu werden.
Man macht ja so einiges, um den Lebensunterhalt zu verdienen, durchaus auch etwas nicht völlig Sinnloses, aber wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich meine Zeit lieber anders verbringen. Mit meinen Liebsten, mit Musik, Inspiration, Muße, mit mir selbst.
Mich nicht aufreiben für Leute, an denen mir gar nichts liegt.
honigsaum - 18. Feb, 14:06
honigsaum - 22. Dez, 14:06
..hatte ich vor allem mit zwei Büchern: "2012" von Brian D'Amato und "Der dunkle Turm" von Stephen King; "Anathem" von Neal Stephenson war ebenfalls inspirierend, hat mich aber weniger gefesselt.
Ein magischer Moment war der Auftritt von Michael Schulte, Vicky und Laura Maas in "Voice of Germany" mit "Falling slowly".
Dann der letzte Tag der Sommerferien, wo es an der Nordsee warm und lieblich war wie auf den Malediven und wir alle endlos im warmem Wasser plantschten.
Die Stunden am Ufer des Rursees, auf dem Steg und auf den großen Steinen. Auf der Eifelwiese in der Sonne liegen, die übersät ist mit gelbem Löwenzahn und Butterblumen.
Am neuen Esstisch sitzen mit Hollandtasse im kalten Morgenlicht.
Heute soll vielleicht ein Sturm kommen - ich hab ein bisschen Lust drauf.
honigsaum - 16. Dez, 08:32

Ich bin gerade ganz fasziniert von der Weltesche, den Tieren, die auf ihr leben, und den Geschichten, die sich um sie ranken. Mein Liebling ist Ratatösk, das Eichhörnchen, aber ich finde auch den Baum als Verbindung zu allen existierenden Welten und das neun Tage dauernde Sterben von Odin (oder einem anderem Opfer) als Gehängtem am Baum sehr interessant. Bald ist Wintersonnenwende, und ich komme mir auf meine alten Tage wie eine Heidin vor, dass mir das jetzt wichtiger erscheint als Weihnachten. Wenn man viel draußen ist, nimmt man die Länge der Tage sehr deutlich wahr.
honigsaum - 9. Dez, 11:36
"Der Mystiker ordnet ein Symbol einer einzigen Bedeutung zu, die einen Moment lang der Wahrheit entsprach. Der Dichter dagegen erkennt diese Wahrheit, solange sie wahr ist, begreift jedoch, dass Symbole ständig im Fluss und ihre Bedeutungen demzufolge flüchtig sind."
"'Egal, ich will damit sagen, dass Leute wie[...] eine fast schon als Sucht zu bezeichnende Schwäche haben für die mystische im Gegensatz zur poetischen Methode, ihren Verstand zu gebrauchen. Und ich habe eine optimistische Seite, die sagt, dass ein solcher Mensch diese Sucht überwinden und so umgeschult werden kann, dass er wie ein Dichter denkt und die fließende Beschaffenheit von Symbolen und Bedeutung akzeptiert.' - 'Okay, aber was sagt dir deine pessimistische Seite?' - 'Dass die Methode des Dichters ein Merkmal des Gehirns, ein spezielles Organ oder eine spezielle Fähigkeit ist, die man entweder hat oder nicht hat. Und dass diejenigen, die sie haben, dazu verurteilt sind, für alle Zeit im Krieg mit denen zu liegen, die sie nicht haben.'"
"Wir verfahren hier nach der Faustregel, dass Deolatisten willkommen sind, solange sie sich nicht sicher sind, dass sie recht haben. [...] Sobald man sicher ist, dass man recht hat, hat es keinen Sinn, hier zu sein."
Neal Stephenson, Anathem
honigsaum - 25. Nov, 13:05
Die erste Zombieserie, die ich kennenlernen durfte, heißt The Walking Dead. Es gibt schon drei Staffeln, bisher habe ich nur die erste gesehen. Der Reiz liegt darin, dass es ja - im Unterschied zum in Zombiefilmen üblichen Ende - immer irgendwie weiter gehen muss und die Handlung deshalb ungewohnte Schraubendrehungen vollführt. Es gibt schöne Bilder und es ist gruselig (der Kröterich kann es nach Mitternacht praktisch nicht mehr gucken, dann müssen wir schnell noch auf eine Aufzeichnung vom "Supertalent" umschalten). Die Hoffnungslosigkeit, das Herumirren und die aufbrechenden Konflikte haben mich an den Anfang von "Heiligtümer des Todes" erinnert. Man kann kaum glauben, dass so etwas im Fernsehen gelaufen ist.
honigsaum - 24. Nov, 15:18
Was wir getan haben
in den alten tagen
als alles anfing
als du meinen rosa schal dir ausgeliehen hast
den ich nie wieder so zurück bekam
da habe ich schon gelernt
dass die die wohlwollend und freundlich tun
um ihre macht zu halten
dich niedertreten
wenn du sie fragst
wir wurden ausgestellt
und totgelobt
und reduziert
auf ein zwei Zeilen
es wurde dialog gefordert
und mit beibringen von scham verhindert
und doch war es schön
wir lernten uns kennen
da hat es angefangen
und für dich nicht mehr aufgehört
(für n.h.)
honigsaum - 20. Nov, 15:07
Die Sonne lässt die Augen des Kröterichs leuchten wie Bernstein, die Locken der Terrieristen glänzen wie rotes Gold. Sie sehen alle aus wie Heimdall, der den Bifröst bewacht.
honigsaum - 20. Nov, 14:30
Ich wünsche mir, dass die Zeit stehen bleibt. Während ich Bücher ins neue Regal einräume. Während ich mit den Terrieristen durchs Laub raschle. Während ich die weichen, nachgiebigen Lippen des Kröterichs küsse. Während wir frühstücken am großen Tisch. Während wir mit Apibul anstoßen und einen neuen Film gucken.
Und die Zeit bleibt stehen. Für Sekunden stehen.
Und irgendwann werden sich diese Sekunden aufsummieren auf ein Jahr. Dann habe ich ein Jahr länger gelebt.
honigsaum - 18. Nov, 14:20